Dienstag, 5. Februar 2013

Umweltschutz im Jahr 2013


Alle Erdenbewohner betrifft die Frage gleichermaßen, denn ohne ein funktionierendes Ökosystem können wir Menschen nicht auf dem Planeten leben. Somit ist der Erhalt der Natur schon lange keine altruistische Frage mehr, sondern vielmehr ein Verhalten aus Liebe zu sich selbst, allen anderen Menschen, den Tieren, Pflanzen und der Natur als Ganzes. Ohne eine gesunde Mutter Erde ist das Bestehen der Spezie Mensch nicht möglich.



Wenn wir davon sprechen, die Umwelt schützen zu wollen, dann müssen wir zunächst verstehen, wo wir die Umwelt belasten bzw. verschmutzen. Der ökologische Fußabdruck gibt uns einen guten Anhaltspunkt, um zu begreifen, wo wir welche Ressourcen verbrauchen. Der Fußabdruck ist sozusagen die Summe der von uns in Anspruch genommenen Rohstoffe, der Landflächen, des Wasser und der Energie. Im Prinzip alles, was wir für unseren Lebensstil auf der Erde an Rohstoffen konsumieren, aber auch, was wir an Treibhausgasen in die Luft blasen.
Kohlendioxid, also C02, ist das bekannteste Treibhausgas und mittlerweile ein gängiger Begriff. Nicht viele wissen jedoch, dass die Deutschen im Schnitt jährlich 11 Tonnen C02, also fünfmal so viel, wie es jedem Erdenbürger zusteht, auszustoßen. Bei der Frage der C02-Bilanz sollte man jedoch nicht nur in der Gegenwart bleiben, sondern nie vergessen, dass die C02-Partikel für mehrere Hundert Jahre in der Atmosphäre bleiben und somit das Klima der Erde auch in Zukunft verändern. Gleichzeitig ist es wichtig, auch die historische Entwicklung von C02-Abgasen zu betrachten. Denn obwohl China heute der größte Kohlendioxidverursacher ist, sind Europa und Nordamerika historisch gesehen für über 70 % aller vom Menschen verursachten Treibhausgase verantwortlich.
Vor der industriellen Revolution gab es so gut wie keine Gedanken, die sich um den Erhalt des Planeten drehten. Für die Geschichte der Menschheit sind die letzten 150 Jahre nur ein Augenblick und dennoch hat sich die Situation auf der Erde dramatisch verändert. Seit 1850 hat sich die Weltbevölkerung verfünffacht, gleichzeitig verdoppelte sich die durchschnittliche Lebenserwartung in Europa von unter 40 Jahren auf 80 Jahre.
Schon vor Jahrzehnten war sich ein Teil der Gesellschaft bewusst, wie gefährlich die Nuklearenergie ist und wie sinnvoll es wäre, in erneuerbare Energien zu investieren. Es brauchte aber noch zwei GAUs und viele Jahre, bis auch die konservativen Parteien und Menschen in Deutschland begriffen, dass Atomenergie keine Zukunftstechnologie ist und erst recht nicht umweltfreundlich und sicher ist.


Obwohl es schon seit langer Zeit toxische, chemische und für den Menschen höchst gefährliche Substanzen gibt, begann das Recycling erst vor wenigen Jahrzenten. Leider wird aber auch heute noch von vielen Menschen, Betrieben und Staaten die Vogel-Strauß-Politik angewandt, die besagt, dass alles, was man nicht sehen und riechen kann, auch kein Problem für Mensch, Tier und Umwelt darstellt. Bis in die Siebziger Jahre wurde praktisch alles auf Mülldeponien geschmissen, was produziert bzw. als Abfall von der Gesellschaft entstand. Heute zählt Deutschland zu den Recyclingweltmeistern und dennoch wird in den meisten Firmen, Privathaushalten, öffentlichen Einrichtungen usw. längst nicht alles getrennt. Die Folgen sind stetig ansteigende Giftmüllberge, wie z.B. im Falle der “Energiesparlampen”, die, nachdem sie “recycelt” wurden, in Fässern in alten Bergwerken gelagert werden. Anstatt alle Rohstoffe voneinander zu trennen und weiter zu benutzen, ist es leider bei Quecksilber, aber auch bei vielen anderen Ressourcen günstiger, neues Quecksilber zu fördern, anstatt altes aus Energiesparlampen zu recyceln.
Weltweit ist das Ausmaß an Umweltverschmutzung kaum noch in Worte zu fassen, seit Jahrzehnten gibt es nicht mehr nur einzelne Regionen, die verseucht sind, sondern der Großteil aller Landstriche, Flüsse, Seen, Grundwasser, ja sogar Meere und die Luft sind verunreinigt. Die Mehrheit der Verschmutzungen ist nicht durch Umweltkatastrophen entstanden, vielmehr durch einen systematischen und flächendeckenden Einsatz von Pestiziden, massiven Ressourcenabbau, Kraftwerken und Fabriken. Es sind nicht Shell, Bayer, Monsanto und Co, die wir dafür verantwortlich machen können, sondern höchstens uns selbst - und nicht mal das ist möglich, denn die allermeisten Menschen haben keine Ahnung, wie sie mit Hunger, Umweltzerstörung und sozialer Ungerechtigkeit zusammenhängen. Wir leben in einem noch nie dagewesenen Luxus auf Kosten unserer Mitmenschen, der Natur und der Tiere. Würde man die Energie, die wir aus allen fossilen Rohstoffen wie Erdöl, Gas, Kohle, Uran etc. in Sklaven umrechnen, die tagtäglich 12 Stunden für uns arbeiten, bräuchten wir mehr als 130 Milliarden von ihnen. In besonders energieverschwenderischen Ländern wie Deutschland, sind das über 55 Energiesklaven pro Einwohner.


Vollkommen legal und im Bewusstsein der Regierungen und der meisten Menschen weltweit, sprühen Agrokonzerne und Bauern im Auftrag der Konsumenten mehr als 800 verschiedene Pestizid-Wirkstoffe in mehr als 20.000 Pestizidprodukten auf Böden, über Gemüse, Obst und Baumwolle. Seit 1950 hat sich der Absatz von Pestiziden auf mehr als 40 Milliarden US $ verfünfzigfacht. Neben Herbiziden, Fungiziden, Insektiziden werden seit der “Grünen Revolution” auch vermehrt genetisch manipulierte Samen mit weitreichenden Folgen eingesetzt. Was für BASF, Dupont, Syngenta und Co ein Milliardenbusiness ist, zerstört zunehmend das so fragile und einzigartige Ökosystem unseres Planeten. Die Umweltverschmutzung der Schädlingsbekämpfungsmittel schadet so nicht nur der Umwelt, sondern jährlich mehr als 40 Millionen Menschen, die an Pestizid-Vergiftungen leiden. Bei mehr als 350.000 Menschen verlaufen sie tödlich. Leiden tun so nicht nur die Bauern und alle Menschen, die in den Regionen leben, wo es diese toxische Landwirtschaft gibt, sondern auch die Verbraucher. Die Pestizide gelangen über das Futter in den tierischen Organismus und werden dort in Fettdepots gesammelt und landen über Fleisch, Milch, Butter und Eier schließlich am Ende der Nahrungsmittelkette: Beim Menschen.
Nicht nur beim Essen und bei der Kleidung wirkt sich unser destruktives Verhalten an unsrer Mutter Erde auch negativ auf uns Menschen aus. Mittlerweile ist fast jedem bekannt, dass sich überall im Meer regelrechte schwimmende Müllhalden von Plastikteilchen gebildet haben, die teilweise die Größe von Mitteleuropa erreicht haben. Entgegen früheren Annahmen kommt es aber zu einem schnellen Abbau von Kunststoffen durch Sonne, Regen und andere Einflüsse, bei dem Giftstoffe freigesetzt werden. Die mehreren hundert Millionen Tonnen Kunststoffmüll befinden sich so nicht nur an der Meeresoberfläche, sondern verteilen sich im ganzen Meer und lagern sich auf dem Meeresboden ab. Genauso wie bei allen anderen tierischen Produkten, die wir Menschen konsumieren, werden wir so am Ende Mülldeponie unseres eigenen Abfalls, in dem wir Fische und Meeresfrüchte essen.



Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde, McDonald ist jetzt grün, beim neuen Elektroauto wird geworben, dass man mit Konsum nebenbei auch noch das Klima retten kann, und selbst bei Discountern findet man inzwischen Bioprodukte. Das Thema „Umweltbewusstsein“ hat die Mitte der Gesellschaft erreicht, und längst lassen sich die Unternehmensgrundsätze von den größten C02 produzierenden Betrieben und denen von Greenpeace kaum noch unterscheiden. Grün sein ist chic geworden und schon wieder auf Kosten der Umwelt, der Tiere und der Menschen. Denn eines hat sich nicht geändert: das System, in dem wir leben, ist immer noch kapitalistisch und süchtig nach Wachstum und dementsprechend vernichtend für den Planeten und dessen Bewohner. Die profitorientierten Unternehmen bestimmen die Richtung der Politik, hunderttausende Lobbyisten kämpfen tagtäglich dafür, dass die Interessen ihrer Finanziers gewahrt bleiben bzw. neue durchgesetzt werden. Obwohl ein Großteil der Bevölkerung in Europa verstanden hat, dass das Paradigma des ewigen Wachstums auf einem begrenzten Planeten keinen Sinn ergibt und für Hunger, Umweltzerstörung und Leid sorgt, haben die meisten Menschen noch keinen wahrhaftigen Schritt in eine gerechte, friedliche und nachhaltige Welt getan. Noch ist Umweltschutz ein Thema, das meistens auf dem Papier behandelt wird. Obwohl seit Jahrzehnten weltweit versucht wird, die Treibhausgase zu reduzieren, ist die Konzentration von anthropogenen verursachten Gasen wie C02, Methan und Lachgas in der Atmosphäre, nur größer geworden. Obwohl Länder wie Deutschland ihre C02-Bilanz in den letzten Jahren sogar senken konnten, kennt die globale Bilanz von Treibhausgasen nur eine Richtung, denn alle im Ausland produzierten Güter, die importiert werden, tauchen in der offiziellen Statistiken der BRD nicht auf. Die meisten elektronischen Geräte werden heutzutage nicht mehr in Europa gefertigt, sondern zunehmend von ehemaligen Bauern zu miserablen Löhnen und unter katastrophalen Arbeitsbedingungen in Asien. Allein in China geht jede Woche ein neues Kohlekraftwerk in Betrieb, um die Werkstätten der Welt mit ausreichend Energie zu versorgen, die den schier endlosen Konsumhunger der Welt zu stillen versuchen. Darunter leiden nicht nur die Arbeitenden in den Fabriken, sondern der gesamte Kontinent und mit ihm die Welt. Flüsse, Seen, Böden und die Luft sind so stark verschmutzt, dass sich nun sogar der chinesische Kader mit Umweltschutz beschäftigt.

Das Thema Umweltschutz ist praktisch ein Selbstschutz, denn wir Menschen können nicht ohne saubere Luft, trinkbares Wasser und ein funktionierendes Ökosystem leben - im Gegensatz zur Natur, die schon seit Millionen von Jahren ganz ohne menschliches Zutun in sich harmonisch ist. Die große Frage ist, was jede(r) einzelne dafür tun kann, um die an vielen Stellen schon kranke Mutter Erde zu schützen und zu schonen. Längst hat die Mehrheit der Deutschen begriffen, dass aktiver Umweltschutz weit mehr ist als nur Mülltrennen, Stoffbeutel benutzen und Fahrrad fahren. Obwohl wir heute in einer sehr komplexen, komplizierten und verstrickten Welt leben, gibt es dennoch ganz einfache Dinge, die wir alle beherzigen können, um umweltfreundlicher zu leben.

Wie bereits am Anfang des Artikels erwähnt, ist der persönliche ökologische Fußabdruck ein guter Maßstab, nachdem man sich richten kann, um zu verstehen, wo es sich wirklich lohnt, Rohstoffe einzusparen. Zunächst betrachten wir unseren Wasserverbrauch. Rund 120 Liter Wasser verbrauchen die Deutschen im Schnitt pro Tag und Person im Haushalt, also Wasser, welches man sehen kann. Im Verhältnis zu 5500 Liter täglich an virtuellem Wasser, also dem Wasser, welches zur Erzeugung eines Produkts aufgewendet wird. So macht das Wasser, welches wir verbrauchen, ohne es zu sehen, den Großteil unserer Wasserbilanz aus und lässt die “paar” Liter für Dusche, Wäsche waschen, Toilette usw. fast vernachlässigbar aussehen. Was nicht heißen soll, dass man nun zu Hause kein Wasser sparen sollte, vielmehr geht es darum, auf den virtuellen Wasserverbrauch acht zu geben. Da die Medien aber nur sehr zaghaft über diese wissenschaftliche Erkenntnisse berichten, wissen wohl die wenigsten, woher diese Unsummen von mehr als 2 Millionen Litern Wasser, die der Europäer im Schnitt pro Jahr verbraucht, stammen. Es muss dazu gesagt werden, dass in Deutschland sogar die Hälfte von dem virtuellen Wasser aus nicht EU-Ländern importiert werden und somit besonders kritisch zu betrachten sind. Jedes Produkt braucht Wasser in der Herstellung oder Produktion, wobei gerade die Landwirtschaft für mehr als ⅔ des weltweiten Wasserverbrauchs verantwortlich ist. Die Futtermittel für Tiere nehmen dabei gleichzeitig noch den Großteil der weltweit genutzten Landfläche ein und sind somit für einen sehr hohen Wasserverbrauch verantwortlich. Um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, benötigt man zwischen 6-17 Kilo Tierfutter und 6 000 - 17 000 Liter Wasser. Der Hunger der mehr als 60 Milliarden Tiere, die wir Menschen pro Jahr töten, führt dazu, dass weltweit mehr als die Hälfte der gesamten Getreideernte und sogar 90% der Sojaernte für Tiere bestimmt sind. Alle 2 Sekunden wird eine Fläche in der Größe eines Fußballfeldes von den Regenwäldern der Erde gerodet, um vornehmlich für Weideflächen bzw. Monokulturen von Tierfutter genutzt zu werden. Die Zerstörung des Urwaldes hängt so direkt mit dem Hunger nach tierischen Produkten zusammen. Für Europas Tierindustrie muss mehr als 80% des gesamten Tierfutters importiert werden, weil es in der EU einfach viel zu wenig Anbau- bzw. Weidefläche für den massiven Fleischkonsum von mehr als 70kg pro Europäer gibt. Doch nicht nur Fleisch ist ein enormer Wasser- und Ressourcenverschwender, sondern auch andere tierische Produkte wie Milch und Käse. Für jeden Liter Milch braucht es mehr als 1000 Liter Wasser und 700g Soja bzw. zwischen 4-8 Liter Milch für jedes Kilo Käse und dementsprechend 2,8 - 5,6 kg Soja. Aber auch Kaffee und Kakao sind besonders wasserintensiv - so verbraucht jede Tasse Kaffee rund 140 Liter Wasser und 1kg Kakaobohnen sogar 27 000 Liter.

Neben Nahrungsmitteln sind es aber vor allem die Textilien, die die virtuelle Wasserbilanz in die Höhe schnellen lassen. Die Deutschen lieben es, Klamotten zu kaufen, deswegen schmeißen sie im Schnitt auch mehr als 20 Textilstücke pro Jahr weg. Insgesamt addiert sich das zu einer stolzen Summe von mehr als 1 Million Tonnen Textilien pro Jahr. Dass jedes einzelne Kilo Baumwolle mehr als 12 000 Liter Wasser aus Regionen, wo es ohnehin schon große Wasserdefizite gibt, verbraucht hat, ist dabei den wenigsten Menschen bewusst.

Überall auf der Welt sinken die Grundwasserpegel, doch besonders in den wasserarmen Regionen der Welt sind die Zahlen dramatisch, und zwar aufgrund unseres Konsums von Baumwolle, Lebensmitteln, Kaffee, Kakao, Rosen, Mineralien, Rohstoffen und allen weiteren Importen. Damit verschlimmern wir Hunger, verschmutzen und verbrauchen Grundwasser, Seen, Flüsse und das Meer. Denn obwohl in der weltweiten Landwirtschaft nicht überall künstlich bewässert wird, gelangen die giftigen Pestizide mit dem Regen in die Böden, das Grundwasser, die Flüsse und am Ende immer ins Meer.

Landwirtschaftliche Produkte und Nahrungsmittel haben mit 86 % den höchsten Anteil am weltweiten Wasserfußabdruck. Neben dem Wasser verbrauchen alle Produkte, Dienstleistungen und Lebensmittel auch Strom, und zwar die so genannte “Graue Energie”.
Dieser kumulierte Energieaufwand berücksichtigt den Verbrauch von Energien, die in Form von Erdöl, Kohle, Gas, Atomkraft usw. für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung aufgewandt wurden. Die Bilanz berücksichtigt auch alle Vorprodukte bis zur Rohstoffgewinnung und den Energieeinsatz aller angewandten Produktionsprozesse. So ist z.B. die Energiebilanz von einer 330ml Aluminiumdose äquivalent zu dem Tagesstromverbrauch eines durchschnittlichen Haushaltes eines Pärchens in Deutschland. Ein noch extremeres Beispiel von unsichtbarer Energieverschwendung ist die Anschaffung eines gewöhnlichen Neuwagens, denn die Graue Energie für einen Mittelklassewagen entspricht dem Stromverbrauch einer vierköpfigen Familie in 10 Jahren!

Durch all diese Informationen sollte niemand entmutig werden, im Gegenteil, denn nur wer die Erde begreift und versteht, wie er mit ihr zusammenhängt, kann auch nachhaltig und mit gutem Wissen und Gewissen handeln. Auch wenn es eigentlich auf der Hand liegt: Hier nun endlich die einfachsten und effektivsten Methoden, dem Klimawandel entgegen zu wirken und die Umwelt zu schützen.
Anfangen kann jede(r) mit der Reduzierung von Konsum im Allgemeinen, ob Strom, Kerosin, Benzin, dem Kauf von elektronische Gütern oder Kleidern und vor allem bei tierischen Produkten. Wer einen Schritt weiter gehen will, sollte sich wenn möglich von lokalen, saisonalen und biologischem Essen vegan ernähren. Obwohl es neben Ökostrom auch ethisch und nachhaltig wäre ein Ökobankkonto zu haben, gibt es keinen anderen Schritt den jede(r) einzelne so schnell und unkompliziert machen um seinen ökologischen Fußabdruck um 70% zu reduzieren, als auf alle tierischen Produkte zu verzichten. Die Wahrheit liegt nämlich im Detail, denn mehr als die Hälfte aller ausgestoßenen Treibhausgase stammen heutzutage von der Tierindustrie. Weltweit belaufen sich alle Treibhausgase der Tierindustrie auf mittlerweile mehr als 50% aller durch den Mensch verursachten klimaverändernden Gase.


Die Königsdisziplin ist natürlich die Selbstversorgung, es muss ja nicht gleich ein in sich autarker Permakulturgarten sein, sondern vielleicht Kräuter auf dem Balkon und die Beteiligung an Urbanen Gärten. Außerdem sollte jede(r), dass im Englischen so schön klingende „sharing is caring“ (teilen heißt fürsorglich sein), zu Herzen nehmen. So lange es noch ungenutzte Wohnräume, Essen, Fahrzeuge und alle anderen Gebrauchsgegenstände gibt, wäre es quasi immer ökologisch nachteilhaft sich etwas „eigenes“ zu organisieren anstatt zu teilen. Netzwerke wie Couchsurfing.org wo vorhandener Lebensraum mit Fremden geteilt wird, ist ebenso Teil einer neuen Kultur des Teilens wie Foodsharing.de, worüber man noch genießbare Lebensmittel teilen kann.

Alle Sozial- und Umweltprobleme der Welt betreffen heutzutage nicht mehr nur die Leute vor Ort, sondern die gesamte Weltbevölkerung. Die Fukushima-Katastrophe ist nur ein extremes Beispiel dafür, denn in einer globalisierten Welt spielt es keine Rolle, wo Treibhausgase entstehen, Flüsse verunreinigt werden, Meere zu Müllhalden konvertieren und Wälder abgeholzt werden. Das Ökosystem kannte noch nie Grenzen, und deshalb ist es heute wichtiger denn je, global zu denken und lokal zu handeln. Alle Menschen tragen die gleiche Verantwortung für unseren blauen Planeten, und jeder sollte bei sich beginnen und sich fragen, wie wir alle mit der Zerstörung der Erde, dem größten Artensterben seit über 65 Millionen Jahren, dem Hunger in der Welt und der zum Himmel schreienden Ungerechtigkeit zu tun haben. Zusammenhänge zu begreifen und dementsprechend ganzheitliche Entscheidungen zu treffen, sollte heute mehr denn je eine bewusste Entscheidung in Freiheit und aus dem Herzen sein. Es kann nicht sein, dass wir weiter auf Politiker, Organisationen oder Gesetze warten, denn jeder einzelne kann nur sich selber ändern – und auf uns müssen wir nicht warten.

Kommentare:

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  2. Komprimierter Abriss von notwendigen Handlungsoffensiven. Im Prinzip weiss jeder, der sich ein wenig mit dem ressorcenvernichtenden System beschäftigt, was zu tun ist.
    Die Notwendigkeit besteht darin, praktische Handlungsof-fensiven aufzuzeigen, die so einfach sind, dass jeder tätig werden kann, und gleichzeitig so tiefgreifend, dass breite Veränderung möglich wird. Viele Grüsse, George

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