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Sonntag, 10. März 2013

Lebensmittelretten.de geht bald online und hier das letzte Update über alles zu den LebensmittelretterInnen

Wir leben in einer Welt des Überflusses, die Mutter Erde schenkt uns von allem, was wir brauchen, mehr als genug. Heute teilen mehr als 7 Milliarden Menschen den blauen Planeten mit Abermillionen von wunderbaren Spezies und einer ebenso einzigartigen Flora und Fauna. Ein in unserem Universum einzigartiges Ökosystem ermöglicht uns zu leben, geliebt zu werden und zu lieben.
 

Die Erde hat genug Platz für alle Menschen und sogar weitere Milliarden ErdenbürgerInnen die in den nächsten Jahrzehnten in den Reigen der Menschheit eintauchen werden. Wofür die Erde keine Kapazitäten hat, ist unsere Verschwender- und Überflussmentalität, die gerade in den reichen Ländern soweit fortgeschritten ist, dass wir 4 weitere Erden bräuchten, um allen Menschen auf der Erde diesen perversen Luxus, den wir in Europa haben, zu ermöglichen. Wir, die so egoistisch mit Ressourcen und Lebensmitteln auf Kosten der Natur, der Tiere und der anderer Mitmenschen umgehen, sind verantwortlich für die Schieflage in der die Welt sich befindet.

Der Hunger nach Rohstoffen und immer mehr Anbauflächen hat dazu geführt, dass von den rund 9 Milliarden Hektar, wo Biomasse wächst, schon mehr als 5 Milliarden Hektar für die Landwirtschaft genutzt werden. Dabei könnte die weltweite Produktion von Nahrung schon heute mehr als 14 Milliarden Menschen ernähren, doch anstatt Lebensmittelüberfluss leidet über ein Siebtel der Weltbevölkerung an Hunger und Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Unterernährung. Das Problem ist, dass über 70 Prozent der gesamten globalen Landwirtschaftsfläche für die Tierindustrie beansprucht wird und laut einer neuesten Studie der britischen Ingenieursgesellschaft Institution of Mechanical Engineers (IMechE) werden weltweit jährlich bis zu zwei Milliarden Tonnen Lebensmittel vernichtet. Die Studie besagt, dass bis zu 50 Prozent der produzierten Nahrung nicht auf den Tellern der Weltbevölkerung landet, sondern weggeschmissen wird oder erst gar nicht geerntet wird, weil sie nicht den Handelsnormen entspricht. Dabei reichen rund 700 Quadratmeter Anbaufläche aus, um einen Menschen mit einer sehr ausgewogenen veganen Ernährung zu versorgen. Aber selbst bei konservativen Berechnungen, basierend auf nicht reiner veganer Ernährung, reichen 1000 Quadratmeter vollkommen aus um einen Menschen mit genügend Bio-Essen zu ernähren. Sprich: Auf nur 700 Millionen Hektar Land könnten wir genügend Essen für alle Menschen auf der Erde produzieren, dass entspricht der aktuellen weltweiten Getreideanbaufläche.


Fazit, wir bräuchten weit weniger als 5 000 Millionen Hektar Agrarfläche um alle Menschen ausreichend mit gesunder Nahrung zu versorgen und müssten nicht weiter unnötig Wälder roden und so das ohnehin schon sehr fragile Ökosystem weiter zerstören, sondern könnten endlich damit anfangen, der Natur wieder mehr Raum zu schenken und Milliarden Hektar Agrarfläche in blühende Wälder und Tropengebiete zu verwandeln, die wiederum den verheerenden Klimawandel verlangsamen und das Artensterben minimieren. Die weltweite Diskrepanz zwischen Überfluss und Mangel könnten nicht stärker sein und die Verantwortung dafür liegt nicht nur bei Regierungen und Firmen, sondern bei jedem einzelnen Menschen. Die Wahrheit ist, dass jedes Mal, wenn wir in Supermärkten einkaufen, wir die Politik des Ladens
unterstützen, die der Produzenten, Händler und Agrarmultis. Es liegt also in unser aller Hand, etwas gegen diese perverse Verschwendung und Ausbeutung von Menschen, Tieren und der Mutter Erde zu unternehmen. Jeder Mensch kann sein Konsumverhalten ändern, bewusster mit Rohstoffen umgehen und sich nachhaltiger und wertschätzender zu den Ressourcen der Erde verhalten. Angesichts von mehr als 22 Milliarden Euro, die alleine in Deutschland jedes Jahr an Lebensmitteln weggeschmissen werden, ist aber gerade die Rettung von Lebensmitteln eine sehr effektive und konsequente Variante, etwas gegen diesen Wahnsinn zu unternehmen und damit aktiv für eine Welt ohne Hunger und Lebensmittelverschwendung beizutragen.

Freitag, 1. Februar 2013

Das LebensmittelretterInnenkonzept in Berlin und die Möglichkeit selbst aktiv zu werden

Liebe Freunde in Berlin, wir brauchen Euch!

Angesichts von mehr als der Hälfte des Essens, welches in Deutschland im Müll landet, ist es allerhöchste Zeit, Lebensmitteln wieder die verdiente Wertschätzung zu geben! Seit Dezember 2012 ist die Lebensmittelfairteilplattform www.foodsharing.de online und schon über 10.000 NutzerInnen haben sich angemeldet und teilen eifrig Lebensmittel. Die Plattform richtet sich an Privatpersonen, Supermärkte, Bäckereien, Bauern und Gastronomen die Lebensmittelüberschüsse haben. Das Erstellen und Abholen von Essenskörben ist kostenlos und die Lebensmittel dürfen nicht verkauft werden.


 


Seit über 9 Monaten haben wir schon eine erfolgreiche Kooperation mit der Supermarktkette Bio Company (BC) in Berlin-Zehlendorf und nun auch schon über 80 LebensmittelretterInnen in ganz Berlin, Potsdam und Hamburg die an anderen Filialen alles abholen was von MitarbeiterInnen, der Berliner Tafel und anderen Einrichtungen nicht abgeholt wird. Das gemeinsame Ziel aller LebensmittelretterInnen und Bio Company ist es das kein Essen in die Tonne wandert. In Berlin haben wir nun schon viele BC Filialen mit jeweils eine(r) Verantwortliche(n) besetzt und mehreren Freiwilligen die einspringen wenn die Tafel oder andere Organisationen mal nicht können oder es sich für sie nicht lohnt weil es nur so wenig Essensreste gibt. 


Dank Dir für das Interesse und Deine Motivation etwas gegen die Lebensmittelverschwendung zu unternehmen! Es ist schön zu wissen das immer mehr Menschen sich ganz persönlich vornehmen aktiv etwas für eine bessere Welt zu tun!

Obwohl wir schon über 200 LebensmitttelretterInnen in der Facebook Gruppe sind und 80 einen Ausweis haben, brauchen wir noch mehr Freiwillige um uns bald auch mit einem gut aufgestellten Netzwerk von RetterInnen an andere Bioläden richten zu können. Alnatura ist nach Bio Company nun die zweite große Bioladenkette die das Lebensmittelretterkonzept anwenden wird. Ehrenamtliche LebensmittelretterInnen holen bei den Läden alles noch essbare ab was von Mitarbeitern, der Tafel und anderen Organisationen nicht abgeholt wurde. Das was von den LebensmittelretterInnen selber nicht verzehrt werden kann geht an die Essensverschenkplattform www.foodsharing.de bzw. an den Fair-Teiler in der Markthalle 9 in Kreuzberg.

Erster Fair-Teiler mit Kühlschrank in Deutschland

Jetzt brauchen wir noch mehr Freiwillige die sich engagieren wollen und zwar sowohl als Verantwortliche wie auch als SpringerIn. Pro Filiale die mitmacht gibt es jeweils eine(n) Verantwortliche(n) der/die sich um die Orga und die Kommunikation zwischen den LebensmittelretterInnen und der Filiale und mir kümmert. Wenn ihr also Freunde, Bekannte, Nachbarn, Studienkollegen etc. kennt die auch so motiviert und ehrenamtlich sich für eine Gute Sache einsetzen wollen, bitte leitet diesen Artikel weiter wo alles erklärt ist und auch was die mir schicken müssen.

Mittwoch, 9. Februar 2011

#26 Guatemala und Belize


An der Grenze angelangt, sprachen wir mit einem super lieben und offenen Grenzbeamten, der sofort Feuer und Flamme für unsere Reise war und sich dann auch samt Zeitung mit uns ablichten wollte. Die Stimmung war anders als in Honduras, alles schien noch viel relaxter, entspannter zu sein.
Die Menschen lachten sich auf den Straßen an und es gab mehr Motorradfahrer als Autos und Radfahrer zusammen genommen, selbstverständlich trug dabei niemand einen Helm und das teilweise mit bis zu vier Personen auf zwei Rädern! Wir sahen fröhliche Kinder auf der Straße spielen die uns willkommen hießen und durften in einem Restaurant recyceltes Essen kochen und wurden wieder einmal herzlich von den Feuerwehrleuten aufgenommen die uns ein wunderschönes Zimmer stellten.

Dienstag, 8. Februar 2011

#25 Honduras



Es sollte das letzte Mal sein, dass wir an einer Grenze irgendwelche Ein- oder Ausreisegebühren bezahlen mussten, bevor wir Mexiko erreichten. Alle Menschen leben auf der gleichen Mutter Erde und es ist immer traurig, die imaginären Grenzen, die wir zwischen uns aufgebaut haben, so deutlich zu spüren. Die Enttäuschung verflog schnell, als wir in einem riesigen “Truck” saßen und der Fahrer uns, in sehr amüsanter Art und Weise, über Honduras aufklärte: “Hier sind alle korrupt und es wird mehr Kokain und Marihuana exportiert als irgendein anderes Gut”. Er lachte als er dies sagte. Wir schmökerten in seinen Wachturmheften, die auf seinem Bett rumlagen, denn er ist gerade dabei ein Zeuge Jehovas zu werden. Jeder, der dieser Glaubensgemeinschaft beitreten will, muss wohl eine Art Aufnahmeprüfung machen, um wirklich in die Glaubensgemeinschaft aufgenommen zu werden! Wir fuhren im Konvoi mit anderen Brummies.

Sonntag, 6. Februar 2011

#24 Nicaragua



Die Sonne schien und der Wind bließ. Wir wollten unbedingt auf die magische Insel Ometepe in dem größten Süßwassersee Zentralamerikas und es schien nichts leichter als das. Der Verantwortliche der Fähre ließ uns mit Freude kostenlos passieren und schon auf der Fähre organisierten wir uns die nächste Mitfahrgelegenheit in einen der vielen Orte die am Ufer der Insel lagen. Die Stimmung war beeindruckend, die zwei Vulkane auf der Insel einzigartig und wieder einmal bewunderten wir den schönen Sternenhimmel von der Ladefläche des Pickups. Als wir in einem Hostal nach einer Schlafmöglichkeit fragten, wurden wir direkt von John, dem Boss der Gaststätte, zu sich nach Hause eingeladen. Wir waren glücklich. Gleich neben seinem Grundstück war ein Waisenhaus, wo wir dank seiner Kontakte sofort mit dem Verantwortlichen sprechen konnten.