Heiß
und schwül war es und die Luft stand still als wir über die Brücke in
die Vereinigten Staaten liefen; begrüßt wurden wir von einem Ortschild
mit der Aufschrift “Presidio”, was auf Spanisch Zuchthaus heißt und auch
wenn es in diesem kleinen verlassenen Kaff sicherlich kein Gefängnis
gab, war es doch symbolisch für das Land mit den meisten Häftlingen der
Erde. Über 2,5 Mio. Menschen sitzen in den USA hinter Gittern, davon
sind die meisten Schwarze und Latinos, weiße Sträflinge sind in der
Minderzahl. Erklärungen die wir dafür hörten rutschten oft sehr schnell
in die unterschwellige oder teils sogar offensichtliche Stigmatisierung
und Diskriminierung ab, denn die weißen US-Amerikaner beschrieben uns
die Farbigen teilweise als “faul” und “kriminell”. Denn obwohl wir es
uns meist nicht bewusst sind, haben Wörter und Gedanken über andere
Menschen wahrscheinlich eine viel stärkere Wirkung, als wir heute
annehmen. Leider sitzen nicht nur zwei von 100 Männern in den USA im
Kittchen, sondern bleiben dort auch länger als in jedem anderen
Europäischen Land. Obwohl die Todestrafe in weiten Teilen der Welt schon
lange geächtet und verboten ist, wird sie in den USA immer noch
ausgeübt und so verloren in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten seit
1930 schon rund 5000 Menschen ihr Leben, weitere 3000 warten auf den
Tag an dem der Staat entscheidet ihnen das Leben zu nehmen.
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Mittwoch, 21. September 2011
Kapitalismus Extrem, die USA - das Ende der Reise
Heiß
und schwül war es und die Luft stand still als wir über die Brücke in
die Vereinigten Staaten liefen; begrüßt wurden wir von einem Ortschild
mit der Aufschrift “Presidio”, was auf Spanisch Zuchthaus heißt und auch
wenn es in diesem kleinen verlassenen Kaff sicherlich kein Gefängnis
gab, war es doch symbolisch für das Land mit den meisten Häftlingen der
Erde. Über 2,5 Mio. Menschen sitzen in den USA hinter Gittern, davon
sind die meisten Schwarze und Latinos, weiße Sträflinge sind in der
Minderzahl. Erklärungen die wir dafür hörten rutschten oft sehr schnell
in die unterschwellige oder teils sogar offensichtliche Stigmatisierung
und Diskriminierung ab, denn die weißen US-Amerikaner beschrieben uns
die Farbigen teilweise als “faul” und “kriminell”. Denn obwohl wir es
uns meist nicht bewusst sind, haben Wörter und Gedanken über andere
Menschen wahrscheinlich eine viel stärkere Wirkung, als wir heute
annehmen. Leider sitzen nicht nur zwei von 100 Männern in den USA im
Kittchen, sondern bleiben dort auch länger als in jedem anderen
Europäischen Land. Obwohl die Todestrafe in weiten Teilen der Welt schon
lange geächtet und verboten ist, wird sie in den USA immer noch
ausgeübt und so verloren in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten seit
1930 schon rund 5000 Menschen ihr Leben, weitere 3000 warten auf den
Tag an dem der Staat entscheidet ihnen das Leben zu nehmen.Mittwoch, 16. Februar 2011
#27 Mexiko - Viva Mexico!
Dienstag, 8. Februar 2011
#25 Honduras
Es sollte das letzte Mal sein, dass wir an einer Grenze irgendwelche Ein- oder Ausreisegebühren bezahlen mussten, bevor wir Mexiko erreichten. Alle Menschen leben auf der gleichen Mutter Erde und es ist immer traurig, die imaginären Grenzen, die wir zwischen uns aufgebaut haben, so deutlich zu spüren. Die Enttäuschung verflog schnell, als wir in einem riesigen “Truck” saßen und der Fahrer uns, in sehr amüsanter Art und Weise, über Honduras aufklärte: “Hier sind alle korrupt und es wird mehr Kokain und Marihuana exportiert als irgendein anderes Gut”. Er lachte als er dies sagte. Wir schmökerten in seinen Wachturmheften, die auf seinem Bett rumlagen, denn er ist gerade dabei ein Zeuge Jehovas zu werden. Jeder, der dieser Glaubensgemeinschaft beitreten will, muss wohl eine Art Aufnahmeprüfung machen, um wirklich in die Glaubensgemeinschaft aufgenommen zu werden! Wir fuhren im Konvoi mit anderen Brummies.
Sonntag, 6. Februar 2011
#24 Nicaragua

Die Sonne schien und der Wind bließ. Wir wollten unbedingt auf die magische Insel Ometepe in dem größten Süßwassersee Zentralamerikas und es schien nichts leichter als das. Der Verantwortliche der Fähre ließ uns mit Freude kostenlos passieren und schon auf der Fähre organisierten wir uns die nächste Mitfahrgelegenheit in einen der vielen Orte die am Ufer der Insel lagen. Die Stimmung war beeindruckend, die zwei Vulkane auf der Insel einzigartig und wieder einmal bewunderten wir den schönen Sternenhimmel von der Ladefläche des Pickups. Als wir in einem Hostal nach einer Schlafmöglichkeit fragten, wurden wir direkt von John, dem Boss der Gaststätte, zu sich nach Hause eingeladen. Wir waren glücklich. Gleich neben seinem Grundstück war ein Waisenhaus, wo wir dank seiner Kontakte sofort mit dem Verantwortlichen sprechen konnten.
Montag, 3. Januar 2011
#20 Venezuela - Patria, Socialismo o Muerte!
Die Sonne schien uns ins Gesicht und wollte uns wohl sagen, “Herzlich Willkommen” hier auf Mutter Erde, in einem weiterem spannenden Land unseres traumhaften Planeten! Per pedes ging es das Stück zwischen den Grenzen in Richtung Venezuela, ein Schulbus der von einem Ausflug zurück kam lud uns ein auf das letzte Stück bis zum Grenzgebäude , das Angebot nahmen wir gerne an und staunten nicht schlecht über die Lebensenergie der frohen und ausgelassen singenden Jugendlichen im Inneren des Busses! Pässe vorzeigen ... Fehlanzeige, wir mussten fragen wo es zum Stempel ergattern geht und in dem kleinen Zimmerchen angelangt entdeckten wir die Landkarte Venezuelas, ein großes Land und noch größer mit der Hälfte des Nachbarlandes Guayanas welche von der República Bolivariana beansprucht wird, doch wir waren nicht gekommen Streit zu suchen, im Gegenteil und so mussten wir ein wenig schmunzeln und als wir uns wieder zum offiziellen Stempler umdrehten waren unsere Pässe auch schon fertig - das ging fix, ohne jeden Papierkrieg, ökologisch und unbürokratisch!
Donnerstag, 15. Juli 2010
#15 Der Beginn der neuen Reise im Nordosten Brasiliens
Wir verbrachten einige Tage bei unseren lieben Paulihno und Sandra, draußen schüttete es in Strömen wie wir es noch nie gesehen hatten, der Regen schien kein Ende zu nehmen, doch drinnen war es so nur ein weniger angenehmer und wir arbeiteten an einem neuen Internetauftritt, schöpften Energie und schrieben viel. Auf den Straßen Brasiliens herrschte eine einzigartige Atmosphäre wenn Brasilien spielte, nur vereinzelt sah man auf den sonst mit fließenden Verkehr gefüllten Straßen Autos, auch die Bürgersteige und Strände waren leer gefegt. Das Leben spielte sich hier während den 90 Minuten einzig um den runden Ball und die 11 Helden die ihn verfolgten. Es herrschte gebannte Stille auf den Straßen und Wohnungen die ihre Fenster weit offen hatten, dann passierte es, Freudenschreie, Gepfeife, Getöte, Silvesterknaller – Brasilien feierte ein Tor, Ihr Tor, sie feierten sich selbst.
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