Freitag, 2. Juli 2010

#1 Locomotive der Freiheit und wie das große Abenteuer der Menschheit begann



Es geschah in einer kühlen Novembernacht 2008, in einem kleinem Zimmer in Den Haag, Niederlande. Dort träumten Benjamin Lesage aus Frankreich, Nicola Zolin aus Italien und Ich, Raphael Fellmer aus Berlin, von einer Organisation, die für Bewußtsein, Frieden und Nachhaltigkeit arbeiten sollte. Im Januar des nächsten Jahres unterschrieben wir drei jungen Weltbürger mit unseren Händen die voll Tatendrang waren das Statut der Locomotive Organisation. Das Ziel unseres Trios war es die Welt zu verbessern und wie schon Ghandi sagte, jeder muss selbst den Wandel leben den er in der Welt sehen will! Gut ein Jahr nach der Geburt der Locomotive passierte etwas in unseren Herzen, wir wollten einen neuen Schritt wagen, die Locomotive der Freiheit war geboren. Unser Traum war es von Den Haag nach Mexiko zu trampen, doch das Abenteuer sollte mehr werden als nur ein reiner Ausflug in die Welt der Maya. Mit der Zeit entwickelte sich ein richtiges Projekt mit einer Vorstellungskraft die keine Grenzen kennt, genausowenig wie ein europäischer Pass der die Trennungslinien zwischen den Ländern nur noch von der Karte kennt, ein rares Privileg in der heutigen Zeit in der die Mehrheit unser Brüder und Schwestern unser Mutter Erde schon ein Visum brauchen um Ihr Nachbarland kennen zu lernen!

Doch wir drei hatten vor nicht nur gegen diese Ungerechtigkeit der Klassen- und Ranggesellschaft vorzugehen, sondern wollten auf die Reise der Menschheit gehen, einer dem globalen Zeitgeist einer neuen Generation gebürtigen Form des Zusammenlebens von Menschen aus allen Ländern, Kulturen und Religionen.



Wir begannen mit dem wichtigsten Schritt zur Wahrheit, dem Vertrauen in das Hier und Jetzt, dem Heute und dem was Ist, auch wenn es tausende Kilometer sein werden bis wir auf dem Land- und Seeweg Mexiko erreichen sollten, war es doch dieser erste entscheidende Schritt zur Erde, zu allen allem was sichtbar und unsichtbar ist der uns Flügel verlieh!

Es war noch kalt draußen auf den Straßen in Den Haag doch unsere Herzen glühten vor Liebe und Freude für die Menschen und unseren Planeten Erde. Zeit und Ort hörten für uns am 19. Januar 2010 auf als wir unsere Füße in de Luft setzten und getragen wurden. Wir machten uns auf die Suche nachdem was uns alle verbindet, dem Wunsch und Streben nach Frieden und Einklang mit allem was ist, dem Traum den wir nur zusammen leben können, denn wir sind alle Eins, eine große Familie, eine Einheit, ein Ganzes.
Die heile Welt in Frieden, fern von Hass, Gräuel, Armut und Leiden wird oft als Utopie bezeichnet, 
doch sowie der Organismus Erde mit allen seinen sieben Milliarden Menschen im Kampf mit sich selbst steht kann er auch in Frieden und Gerechtigkeit, Liebe und Herzlichkeit sein aus dem wir alle Kraft und Harmonie schöpfen können. Doch was heißt schon utopisch, was heißt Kultur und Tradition? Sind es nicht wir die das Heute gestalten, prägen, verändern und revolutionieren? Noch vor nicht allzulanger Zeit hätte sich kaum jemand vorstellen können dass der Mensch jemals fliegen kann, dass Frauen und Männer das gleich Recht haben und ganz zu Schweigen von dem heliozentrischem Weltbild welches zunächst unter Todesstrafe stand und heute Allgemeingut ist. Es sind wir Menschen die Veränderungen bringen, es sind wir die die Verantwortung tragen für den globalen Klimawandel, für die Millionen Menschen die tagtäglich leiden und die Zehntausenden die den Tag nicht überleben weil sie nicht genug zu essen und zu trinken haben. Es ist an der Zeit das Ruder des Lebens in die Hand zu nehmen und in die richtige Richtung zu steuern!




Dort lernten wir duzende liebe Menschen kennen, und schätzen jeden einzelnen sowie jeden Sonnenstrahl! Unsere Seelen und Taschen waren befreit, leichter als je zuvor. Ohne einen Cent auszugeben genossen wir die Freiheit des Lebens. Unser Ziel war es zu zeigen dass man auch ohne Geld reisen kann und dass es sich groschenfrei sogar noch viel schöner als mit leben lässt. Ohne irgendeine Adresse, ohne Schlüssel und ohne Termine, offen für alles ließen wir tausende Kilometer hinter uns zurück. Jeden Tag wurden wir reicher an Erfahrungen und menschlichen Begegnungen, beschenkt von dem Abfall unserer Konsumgesellschaft ernährten wir uns hauptsächlich aus dem was Andere für nicht mehr essbar hielten oder schlicht nicht aufaßen. In Europa landet mehr als die Hälfte aller Lebensmittel im Müll, dieses Ritual vollzieht sich tagtäglich, über all auf der Welt wo immerhin noch mehr als 30 Prozent aller Nahrung tagtäglich verschwendet wird. Millionen von Tonnen noch genießbarer Lebensmittel besonders in der Westlichen Welt landen so in der Müllabfuhr, dabei könnte nur ein Bruchteil der Verschwendung die über eine Billion in Hunger lebenden Menschen mit genügend Proteinen versorgen. Laut UN-Statistik gibt es 1000 Millionen Mitmenschen die an Hunger und Armut leben, jeden Tag ums überleben kämpfen, aufwachen und wieder einschlafen; viele von Ihnen wachen nicht mehr auf.
Die Erde bietet genügend Nahrung für alle, es ist nur eine Frage was wir mit den Schätzen die uns die Natur gibt anstellen. Heutzutage werden die meisten Proteine an Tiere verfüttert die wiederum in grauenvollen Bedingungen ihren Tag der Schlachtung abwarten. Über 70% der Zerstörung des Regendwaldes in Lateinamerika ist direkt oder indirekt der Tierindustrie zuzurechnen, oft wird auch nur Soja angebaut und später mit Schweröl in Richtung Europa geschifft, denn über 80% des Futters der europäischen Tiere kommt aus Ländern wie Brasilien wo ungeheure Massen von Wasser für die künstliche Bewässerung des später zu Futter verarbeitenden Grünzeugs verbraucht werden. So wird über 90 Prozent der weltweiten Sojaproduktion für Tiere benutzt und sogar noch 50 Prozent allen Getreides. Die Umweltbelastung durch die Tierindustrie und deren Treibhausgase sind die am gefährlichsten und schnellstwachsenden unter allen anderen. Über 50 Prozent aller Treibhausgase stammen derzeit aus der Tierindustrie und das obwohl die Mehrheit der Erdenbewohner nicht mal 20kg pro Kopf pro Jahr konsumiert. Da weniger als 20 Prozent der Menschheit mehr
als 80 Prozent aller Ressourcen verbraucht ist es kein Wunder dass auch im Bezug auf den Fleischkonsum die reichen Länder wie Europa und Nordamerika mit einem Prokopfverbrauch von rund 120kg pro Jahr für den Bärenteil auch dieser Treibhausgase verantwortlich sind.
Das Ziel unser Locomotive Organisation war es auf die verfügbaren Fakten und Probleme aufmerksam zu machen und die passenden Lösungen anzubieten und diese zu leben und zu teilen. Zu Anfang der Reise waren wir noch alle Vegetarier mit geringem Konsum von tierischen Lebensmitteln, außerdem versuchten wir so wenig Plastik und andere Rohstoffe zu verbrauchen wie möglich.

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